Nacht und Nebel

Filmplakat des Films Nacht und Nebel

Dauer 31 Minuten FSK 16

Produktion Frankreich 1955

In Gedenken an die Progromnacht vom 9. November 1938 präsentieren wir in einer Sondervorstellung:

"NACHT UND NEBEL" von Alain Resnais, Frankreich 1956, Länge 32min, dt. Sprachfassung, mit einer Einführung von Michael Girke.

 

Er ist lediglich eine halbe Stunde lang, aber ein Klassiker: Alain Resnais' "Nacht und Nebel" (von 1956), die erste filmische Reaktion eines westeuropäischen Regisseurs auf die Vernichtung der Juden durch die Nazis. Dieser Dokumentarfilm bewegte einst zahllose Menschen; Filmemacher, Künstler, Dichter, Politaktivisten hat er beeinflusst, die umwälzenden Ereignisse der 1968er Jahre mit geprägt. Kaum mehr bekannt ist, dass etwa der Jahrhundertlyriker Paul Celan oder der Komponist Hanns Eisler an diesem Film mitwirkten. In einer Einführung wird der Filmkritiker Michael Girke über die spannende Geschichte von "Nacht und Nebel" berichten.

 

Michael Girke ist Autor, Filmkritiker, Kurator. Er schreibt für "Der Freitag", "Neues Deutschland", "Film-Dienst": kuratorisch tätig für das Filmmuseum Düsseldorf; Lehrbeauftragter an der HFBK, Hamburg.

 

Trailer: bjf.clubfilmothek.de/media/trailer/2930275.mp4

 

Resnais' Dokumentarfilm ist eines der wichtigsten filmischen Werke über die deutschen Konzentrationslager. Mit größter stilistischer Zurückhaltung (und einer äußerst sensiblen deutsche Fassung durch Paul Celan) wird eine Darstellung des Grauens erarbeitet, in der die zeitgenössische Wirklichkeit von Auschwitz/Birkenau mit den Dokumenten der Alliierten (Wochenschau-Bilder) konterkariert wird. Ein Film aus der Erinnerung des Nichtschilderbaren heraus: Er antizipiert die Unmöglichkeit, den Holocaust zu dramatisieren und desavouiert alle wohlfeilen Versuche, die Geschichte dieser Monstrosität "zu erzählen". R: Alain Resnais

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09. November