Listening Cinema - Rauschzustand | Klangkunst und Ambient

Filmplakat des Films Listening Cinema - Rauschzustand | Klangkunst und Ambient

Dauer 99 Minuten FSK ?

Produktion Deutschlan 2026

Rauschen begleitet uns durch unser ganzes Leben. Erste Rauscherfahrungen machen wir kopfüber unter Wasser in völliger Dunkelheit. Nach der Geburt begegnen wir Brummen, Donnern, Bersten, Prasseln, Summen, Zischen, Surren, Knistern, Rasseln und Schluchzen in einer Welt, in der es keine absolute Stille gibt. Rauschen kann Lärm sein, diese, wie Schopenhauer einst sagte, sei „die impertinenteste aller Unterbrechungen, da Lärm sogar unsere eigenen Gedanken unterbricht, ja, zerbricht.”

Rauschen kann selbst zerbrechlich sein und uns daran erinnern, dass uns ein kosmisches Chaos umgibt und durchdringt, das nicht von uns geordnet, wohl aber wahrgenommen werden kann. Denn der Kosmos ist hier. Oft stört uns Rauschen, denn es trägt keine ästhetische Information außer Informationen über die Informationsträger selbst. Wenn wir erstmal sensibilisiert sind für das Rauschen, dann begegnet es uns überall: Rauschzeichen, Rauschquellen, Grundrauschen, Nachrauschen, Hören im Dunklen, Rauschkulissen, Rauschzustand. Ein Gewitter zieht heran. Donnergrollen in der Ferne, Windstöße in den Zweigen. Ist es jetzt da, das Rauschen? Dann klingt es für uns wie Musik.

Studierende des Fachbereichs Gestaltung erproben ein neues Hörformat im Kino: Listening Cinema. Der Ton steht im Vordergrund. Auf der Leinwand begleiten abstrakte, audioreaktiv generierte Bilder die Klänge - Bild folgt Ton: Klangkunst, Soundscapes, Geräusche und Ambient Musik, die aus Rauschen generiert wurde. Man kann auch einfach im Kino die Augen schließen und zuhören.

Plakatgestaltung: Sunny Baumann

 

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