Filmforum Barrierefrei: Jenseits der Stille

Dauer 112 Minuten FSK 6

Produktion Deutschland 1995

Darsteller:innen Sylvie Testud, Tatjana Trieb, Howie Seago, Emanuelle Laborit, Sibylle Canocica, Matthias Habich u.a.

Das Lichtwerk und die Zentrale Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB) der Universität Bielefeld laden im Rahmen des ZAB-Forums Barrierefrei am 25. Juni 2026 um 18 Uhr zur Filmvorführung von „Jenseits der Stille“ ins Lichtwerk ein.

Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Heiko Burak und Jonas Karpa statt. Gemeinsam wird über Gehörlosigkeit, die Darstellung von Behinderung im Film und die Erfahrungen von Kindern gehörloser Eltern gesprochen.

Heiko Burak ist Gebärdensprachlehrer und Mitgründer des Vereins "Gebärdenbrücke - Förderverein Deutsche Gebärdensprache e.V.". In seiner Arbeit verbindet er Bildung, Inklusion und praktische Anwendung, um Brücken zwischen hörender und gehörloser Welt zu schaffen. Jonas Karpa ist Medien- und Musikwissenschaftler und arbeitet zu Inklusion, Diversität und der Darstellung von Behinderung in den Medien. Als Vorstandsvorsitzender von Vielfalt im Film e.V. setzt er sich für mehr Diversität vor und hier der Kamera ein.

Die Diskussion wird von Gebärdensprachdolmetscher*innen begleitet. Der Film wird auf Deutsch mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Laras Eltern sind gehörlos, aber Lara kann hören. Eines Tages bekommt Lara eine Klarinette geschenkt. Es stellt sich heraus, daß sie sehr begabt ist und Musikerin werden will. Dafür kann ihr Vater überhaupt kein Verständnis aufbringen.Es geht also um ein Kind, das einen Weg geht, auf dem ihm seine Eltern nicht folgen können, und die Schwierigkeit eines Vaters, sein Kind loszulassen. Damit haben ja nicht nur Gehörlose Probleme.Im Film heißt es, was die Förderung von Gehörlosen angeht, ist man in den USA zwanzig Jahre weiter als hier. Tatsächlich kam aus den USA schon vor zehn Jahren ein eindrucksvoller Film über Gehörlose: "Gottes vergessene Kinder". Nun hat sich eine deutsche Jung-Regisseurin des Themas angenommen, und das mit großem Erfolg: Der Film ist wunderschön beleuchtet und fotografiert, die Schauspieler brillieren, obwohl - oder gerade weil - die Besetzungsliste wenig bekannte Namen aufweist.

R: Caroline Link.

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Donnerstag
25. Juni