Die Fotografen Bernd und Hilla Becher

Filmplakat des Films Die Fotografen Bernd und Hilla Becher

Dauer 94 Minuten FSK ?

Produktion Deutschland 2009

Fotografien und Filme über Industriearchitektur waren im 19. Jahrhundert zwei wichtige Verfahren, mit denen die monumentale Macht der industriellen Revolution gefeiert werden sollte. In den 1950er Jahren entwickelten Bernd (1931 - 2007) und Hilla Becher (1934 - 2015) einen gänzlich anderen Ansatz. Nüchtern-sachlich dokumentierten sie Zeugnisse einer verschwindenden Industrielandschaft in Deutschland. Innerhalb von zehn Jahren entwickelten sie eine konzeptuelle künstlerische Praxis, die sich besonders an der Form der fotografierten Objekte ausrichtete; sie als Skulpturen betrachtete und sie über eine vergleichende Anordnung zu Typologien ordnete.

 

Die deutsche Filmemacherin Marianne Kapfer arbeitete von 2002 bis 2015 eng mit Hilla Becher an dieser Dokumentation. Der letzte Nachtrag im Film ist ein Interview mit Max Becher. Der Sohn des Paares ist heute selbst Fotograf. Die filmischen Aufnahmen an Originalschauplätzen verdeutlichen, wie viel die Fotografien der Bechers sichtbar machen. Der Dokumentarfilm thematisiert zwar auch die konkrete Zusammenarbeit des Paares, fokussiert sich jedoch – ohne Heroisierung – auf das bahnbrechende Werk, das bis heute neue Generationen von Fotograf*innen und Künstler*innen inspiriert.

 

D 2015 · 94 min · DF · digital1080p

R/B: Marianne Kapfer K: Dirk Heuer, Enrico Wolf, Ahmed Aynan, Marianne Kapfer

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